Tage der Religiösen Orientierung der Klassen 10

Zeit der Besinnung, Entspannung aber auch Herausforderung

Was bedeutet TRO?

Jedes Jahr kurz nach den Halbjahreszeugnissen fahren wir mit unseren 10. Klassen zu "Tagen Religiöser Orientierung (TRO)". Diese dreitägigen Fahrten sind Teil unseres Schulprogramms.

Was macht man dort?

Die von externen Referenten oder von unseren Lehrerinnen und Lehrern gestaltete "TRO" ist keine oberflächliche Veranstaltung, sondern es geht  dabei um Themen, die Jugendliche tiefer berühren, die grundlegende Fragen des eigenen Lebens ansprechen und zu einer Deutung aus dem christlichen Glauben einladen. Zumeist stehen Fragen im Mittelpunkt, die mit der Lebenssituation kurz vor dem Abschluss der Realschule, mit der bisherigen Klassengemeinschaft und mit dem Ausblick auf die persönliche Zukunft zu tun haben.

Wie unterscheidet sie sich vom Religionsunterricht in der Schule?

Auch methodisch wird in den "Tagen Religiöser Orientierung" anders gearbeitet, als es die Schülerinnen und Schüler vom Unterricht in der Schule her gewohnt sind. Meditative Elemente, eine völlig andere Umgebung und kein Zwang zu Einheiten in Schulstundenlänge werden eine kreativere, intensivere und persönlichere Auseinandersetzung mit zentralen Lebens- und Glaubensfragen als in der Schule zulassen.

Warum sollte man sie nicht verpassen?

In den letzten Jahren sind die Klassen fast alle sehr zufrieden und bewegt von den Tagen Religiöser Orientierung und der damit letzten Klassenfahrt an unserer Schule zurückgekommen. So sollen diese Tage keine 'Light'-Veranstaltung werden, sondern herausfordernd sein - und sie können denen Gewinn bringen, die sich auf die besonderen Inhalte und Methoden einlassen und die mit ihren Fragen und Themen die gemeinsamen Tage bereichern.

Es folgen einige Erfahrungsberichte der einzelnen Klassen:

Tage religiöser Orientierung der Klasse 10a

Drei Tage auf Burg Gemen

Vom 3. bis 5. Februar war es wieder soweit: Die Tage religiöser Orientierung standen an. Für jede Klasse ging es in eine andere Einrichtung und wir, die Klasse 10a, haben die Tage in der Jugendburg Gemen in Borken-Gemen verbracht.

Los ging es für uns am Montag direkt nach der Ankunft mit der ersten Einheit.Dort haben wir eine Kennenlernrunde mit unseren Teamern Lena, Annika und Hendrik gemacht. Außerdem haben uns die drei erklärt, wie die nächsten Tage ablaufen sollten. Danach ging es für uns erst einmal zum Mittagessen. Danach durften wir unsere Zimmer beziehen und hatten Freizeit. Jeder hat seine Freizeit anders genutzt. Einige sind in den Ort gegangen, andere haben das Gelände rund um die Burg erkundet. Um 15.30 Uhr ging es dann mit der 2. Einheit weiter, in der wir die Teamer besser kennengelernt und einige lustige Spiele gespielt haben. Um 18 Uhr gab es dann auch schon Abendessen und um 19 Uhr startete die letzte Einheit, in der wir noch einmal genauer besprochen haben, was in den nächsten Tagen genau auf dem Programm steht.

Am Dienstag ging es um 8.15 Uhr mit dem Frühstück und dem anschließenden Morgenimpuls los. Der Morgenimpuls hat uns sehr dabei geholfen, gut in den Tag zu starten, da wir uns bei einer "Traumreise" mit unseren alten Erinnerungen auseinandersetzen sollten. In der ersten Einheit haben wir wieder ein Aufwärmspiel gespielt und dann haben uns die Teamer das geplante Programm für den Tag erklärt. Wir haben erst ein Gesellschaftsspiel gespielt, bei dem die ganze Klasse mithelfen musste. Danach haben wir uns darüber Gedanken gemacht, was für eine Bedeutung das Spiel für die Klassengemeinschaft haben könnte. anschließend gab es Mittagessen und Freizeit.
In der zweiten Einheit haben wir dann vermehrt über unsere Zukunft geredet und unter anderem einen Brief an uns selbst geschrieben, der uns dann später zugeschickt wird. Beendet haben wir den Tag dann mit einem Video, was uns zum Nachdenken bringen sollte über das, was wir alles erleben wollen, bevor wir sterben.

Der Mittwoch hat auch wieder ganz entspannt mit einem Video und einer Traumreise im Rahmen des Morgenimpulses begonnen. Anschließend sollten wir unsere größten Ängste aufschreiben, die wir später verbrannt haben. Zudem haben wir noch ein Best-of der gesamten Spiele gemacht, die wir gespielt haben.

Zum Abschluss der TRO haben wir den Teamern dann noch eine Rückmeldung zu den Tagen gegeben, bevor uns der Bus abgeholt und wieder zurück nach Sendenhorst gebracht hat.

10b auf TRO in Reken

Drei interessante Tage im Jugendhaus Mariannhill

Vom 3. bis 5. Februar 2020 ging es für alle Klassen auf TRO und in unterschiedliche Häuser, Klöster und Einrichtungen. Die 10b war im Jugendhaus Mariannhill in Maria Veen, Reken untergebracht und berichtet von ihren Erfahrungen:

Empfangen wurden wir von Thomas, er zeigte uns wo wir unsere Taschen hinstellen konnten bis unsere Zimmer fertig waren. Wir setzten uns in einen Stuhlkreis und Thomas erzählte uns von sich, seiner Arbeit und was wir die nächsten Tage machen würden. Daraufhin spielten wir ein Spiel zum Kennenlernen. Nach dem Spielen konnten wir unsere Zimmer beziehen und es gab Mittagessen. Danach hatten wir viel Freizeit und konnten in die Stadt laufen oder im Zimmer mit Freunden quatschen. Thomas hatte uns auch Spiele und ein Puzzle zur Verfügung gestellt. So um 15 Uhr haben wir das Programm für die nächsten Tage besprochen, wir durften abstimmen was wir machen wollten. Danach bekamen wir einen Zettel den wir ausfüllen sollten zum Thema „Wer bin ich?“ Dann hatten wir etwas Zeit, um den Zettel in unseren Zimmergruppen zu besprechen. So um 18.20 Uhr gingen wir Abendessen und schauten uns nach dem Abendessen noch ein Video an, indem ein Mädchen mit einer Krankheit thematisiert wurde. Diesen Impuls nahmen wir als Anlass, um erneut über uns selbst und andere nachzudenken. Den restlichen Abend konnte man entweder in der Sporthalle oder in der Jugendherberge verbringen.


Dienstag ging eine kleine Gruppe früh morgens joggen. Um 8.00 Uhr trafen sich dann alle zu einem stillen Morgenimpuls, bei dem man über Dinge nachdenken sollte für die man dankbar ist. Danach gab es Frühstück. Wir spielten zum Anfang wieder ein Spiel und bekamen dann die Aufgabe drei Briefe an drei Mitschüler zu schreiben. Diese wurden zufällig ausgewählt und der Fokus lag auf dem Positiven: Wie sehe ich den anderen? Was schätze ich an ihm? Welche gemeinsamen Erlebnisse gab es? Usw. Wir hatten viel Zeit dafür, die man aber auch brauchte. Um 12.30 Uhr gab es Mittagessen und danach hatten wir entweder Freizeit oder mussten die Briefe zu Ende schreiben. Gegen 16.00 Uhr haben wir eine Zeitreise gemacht. Mit einem sogenannten Bibliolog versetzen wir uns in die Zeit von Jesus und Zachäus. Dabei tauschten wir ihre möglichen Gedanken und Bewegungsgründe aus. Danach haben wir die Briefe bekommen. Im Anschluss ging es um die Selbst- und Fremdwahrnehmung. Mithilfe einer Skala und verschiedenen Charaktereigenschaften sollten wir uns und unsere Freunde einschätzen. Danach tauschten wir uns über die Ergebnisse aus. Was stimmt überein? Was war überraschend? Usw. Bis zum Abendessen hatten wir Freizeit und haben danach noch ein Kooperationsspiel gespielt. Abends durften wir dann wieder in die Sporthalle.


Mittwoch hatten wir nach dem Frühstück etwas Zeit die Koffer zu packen und haben anschließend ein Gedächtnisspiel gespielt. Danach besuchte die eine Hälfte das Kloster und die Anderen setzten sich auf Grundlage eines Fragebogens mit der eigenen Zukunft auseinander. Die Ergebnisse besprachen sie dann wieder in Kleingruppen. Im Kloster erfuhren wir viel über das Leben eines Mönchs, dem Bezug zu Gott und der Kirche sowie wichtige Voraussetzungen und Werte um als Mönch leben zu können. Nach dem Mittagessen und gab es einen Abschlussimpuls. Auch hierbei kam noch einmal ein religiöser Aspekt zu tragen. Auf Grundlage eins Bildes wurden wichtige Ereignisse aus der Bibel bzw. des Christentums in Form eines nach oben offenen Hauses zusammengefasst. Diese besprachen wir kurz und hielten fest, warum das Haus offen ist.

Abschließend gab es eine Feedbackrunde zu den vergangenen drei Tagen, die sehr deutlich zeigte, dass viele von uns diese als sehr gut empfunden haben.

 

 

TRO der Klasse 10c

Bericht folgt!