"Time to say goodbye"

Realschule entlässt 119 Zehntklässler

Auf dem Weg zu ihrem Ziel war es für 119 junge Menschen gestern Zeit, Auf Wiedersehen zu sagen. Nach einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin trafen sie sich gestern in Begleitung ihrer Eltern ein letztes Mal in der Aula der Realschule zur Zeugnisübergabe.

„Begonnen haben wir vor sechs Jahren voller Neugier, Aufregung und Erwartungen“, fassten die Schülersprecher Katharina Schlotmann und David Zielonka zusammen. In diesen Jahren hätten sie viel erlebt, für das sie dankbar seien. Sogar für den einen oder anderen „Tritt in den Hintern“ durch die Eltern, blickten sie zurück. Doch nun öffne sich eine neue Tür, und sie wollten alle versuchen, ihre Träume zu leben.

Hendrik Grosse richtete im Nahmen der Schulpflegschaft einige Worte an die Absolventen. Leben bedeute, auf dem Weg zu sein, meinte Grosse. Der Blick zurück sei erlaubt. Doch er gab den Rat: „Schaut nach vorne und schaut in Euch hinein, vertraut auf Euer Herz. Es ist auf Eurer Seite.“

Weitere Grußworte und Glückwünsche überbrachten Pfarrer Wilhelm Buddenkotte für den Schulträger und Bürgermeister Berthold Streffing als Vertreter der Stadt Sendenhorst. Während Pfarrer Buddenkotte sich dem Abschluss-Motto „Labyrinth“ vor dem Hintergrund des Lebensweges von Martin von Tour widmete, bezog sich Berthold Streffing auf ein Zitat von Benjamin Franklin, in dem es heißt: „Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen.“

In seiner Ansprache als Schulleiter dachte dann Gerd Wilpert darüber nach, ob es der Schule und den Eltern gelungen sei, die Realschulabsolventen selbstständig und selbstverantwortlich zu machen. Wissen zu vermitteln, das sei sicherlich gelungen, meinte Wilpert.

Aber er fragte er auch, ob man es auf Seiten der Schule und der Eltern vielleicht etwas übertreibe mit der Fürsorge. Zu oft würden Probleme oder Schwierigkeiten für die Schüler gelöst, statt ihnen zu helfen, sie selbst zu lösen. Es sei sicher richtig, die Jungen und Mädchen anfangs an die Hand zu nehmen, überlegte Gerd Wilpert weiter. Doch man müsse lernen, sie loszulassen. Und guter Unterricht, so Wilpert, müsse Herausforderungen beinhalten. Denn Selbstvertrauen wachse mit jeder gelösten Aufgabe.

Und so appellierte der Schulleiter an die Schüler, künftig an der Lösung von Problemen mitzuarbeiten, mitzudenken. Und er verdeutlichte, dass das Smartphone als Nabelschnur zu den Eltern oder Ratgebern irgendwann auch gekappt werden müsste. Und noch während er diese Sätze sprach, klingelte ein solches Smartphone – sehr zur Erheiterung aller Anwesenden – in der Tasche eines Erwachsenen.

Quelle: WN vom 30.06.2017

Zugang zum Abschlussball nur mit Eintrittskarte

Um den Abschlussball am Abend des 30. Juni besser vor ungebetenen Gästen schützen zu können, ist der Zu8tritt zur Schule nur mit der Eintrittskarte möglich.

Die letzten Schultage

Am Montag, dem 26. Juni 2017, nehmen alle Entlassschüler/-innen an einem Sporttag teil. Wichtig: Sportsachen inclusive Hallenschuhe müssen mitgebracht werden. Am Dienstag, dem 27.Juni 2017 sind alle 10.Klassen im Rahmen eines letzten Wandertages zum Möhnesee (fahren mit "Grillbooten") unterwegs. Mittwoch, der 28. Juni 2017, wird neben einem Klassenfrühstück von der Verabschiedung durch die übrigen Klassen geprägt. Am Donnerstag, dem 29.JUni 2017, haben die Schüler/-innen einen letzten Schuldienstag- können sich also auf die große Abschlussfeier am nächsten Tag vorbereiten.

Kein Zelten auf dem Schulgelände

In den vergangen Jahren ist es vorgekommen, dass die Schüler/-innen der 10.Klassen eine der Nächte vor dem Schulabschluss auf dem Schulgelände verbracht (gezeltet) und Lehrern und Schülern der unteren Klassen einen entsprechenden "Empfang" am nächsten Morgen bereitet haben. Unsere Schüler/-innen haben sich dabei zumeist verantwortungsbewusst gezeigt. Leider gab es aber auch immer Probleme, die hauptsächlich mit ungebetenen und randalierenden "Gästen", unverantwortlichem Alkoholgenuss, Sachbeschädigungen und massiven Ruhestörungen der Nachbarn in Zusammenhang stehen. Aus diesem Grunde können wir das Übernachten und Zelten auf dem Schulgelände nicht mehr gestatten. UM die Freiflächen nicht zu beschädigen und aus Sicherheitsgründen ist das Befahren des Schulgeländes mit Fahrzeugen aller Art untersagt.

10er bekommen Preise

Preis der Sparkassenstiftung für Erfolge im naturwissenschaftlichen Bereich

Femke Bloem, Lena Pieper und Theresa Schulze Balhorn, drei Schülerinnen der jetzigen Abschlussklassen mit den beszten Noten im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften , werden von der Sparkasse Münsterland Ost ein Tablet-PC (iPad) als besondere Anerkennung für ihre Leistungen erhalten.

Die Sparkassenstiftung wird diese Auszeichnungen auch in den kommenden Jahren vergeben. Es ist also lohnend, sich hier besonders anzustrengen

Stolz und Wehmut

113 Sendenhorster Realschüler erhalten ihre Abschlusszeugnisse

Stolz und auch etwas Wehmut schwangen am Freitag in der Realschule St. Martin mit. 113 Schüler erhielten ihre Abschlusszeugnisse.

Sie haben in den vergangenen sechs Jahren ihre Spuren hinterlassen. Am Freitag hieß es nun für die 113 Zehntklässler der Realschule St. Martin, Abschied zu nehmen. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche begrüßte Schulleiter Gerd Wilpert die Schulabgänger und ihre Eltern in der Aula und wünschte ihnen „einen Tag, der von Stolz und ein bisschen Wehmut“ geprägt sein sollte.

Auf das Motto des Abschlusses „Young, Wild and Free“ gingen die Schüler Lara Palmowski und Arne Fiehe ein. „Young: Wir stehen noch am Anfang unseres Lebens. Wild: Wir wollen Spaß haben, die Regeln nicht so ernst nehmen.“ Und Free? Das müsse jeder für sich selbst entscheiden, so Arne Fiehe. Lara Palmowski ergänzte: „Wir werden neue Menschen kennenlernen, aber die nie vergessen, die die sechs Jahre dabei waren.“

„Wieder eine Generation Rabauken überlebt“, schmunzelte Holger Hinkerohe, der die Grußworte der Schulpflegschaft überbrachte. Die Lehrer hätten sicher Spuren bei den Schülern hinterlassen, hätten Gutes vorgelebt und seien manchmal – unbewusst – auch zu Vorbildern geworden. Der persönliche Erfolg sei durch die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen bestimmt. „Habt keine Angst, Fehler zu machen“, machte er Mut.

„Traut euch etwas zu.“ Für die Pfarrgemeinde als Schulträger erinnerte Paul Heimann-Hahues vom Kirchenvorstand an die Schulgründung und die positive Entwicklung in den Jahrzehnten. Trotz des Trends zur Sekundarschule hätten sie für eine Weiterführung der Realschule gekämpft. Die Anmeldezahlen würden ihnen Recht geben: „Die Realschule St. Martin ist stark verwurzelt in der Region.“

Stellvertretender Bürgermeister Martin Mühlenhöver wünschte den Schülern, einen Weg zu finden, der sie ihrem Ziel näher bringt. „Träume und Luftschlösser sind ausdrücklich erlaubt – Visionen sind wichtig.“

Gerd Wilpert fand nachdenkliche Worte zur Meinungsbildung. Moderne Medien wie Twitter seien als einzige Informationsquelle über aktuelle Themen sehr einseitig. Auch Schlagzeilen würden die Wirklichkeit nicht immer korrekt beschreiben. Sie schürten Ängste und förderten ein Gefühl von Machtlosigkeit und Pessimismus. Das wiederum würde durch rechtspopulistische „Rattenfänger“ ausgenutzt. Er forderte die Schüler auf, sich fundiertes Hintergrundwissen anzueignen, um mitreden zu können. „Schaut genau hin und informiert euch gründlich und vielleicht aus verschiedenen Quellen, wenn wieder eine Art ,Shitstorm‘ durchs soziale Netz geistert.“

Für ihr Engagement in der Schülervertretung wurden Lara Palmowski, Arne Fiehe, Jannik Brune und Jan Klossek ausgezeichnet. Über I-Pads der Sparkassen-Stiftung für besondere mathematisch-naturwissenschaftliche Leistungen freuten sich Femke Bloem, Lena Pieper und Theresa Schulze Balhorn. Für ihr soziales Engagement erhielt Christina Neuhaus ein I-Pad der Stiftung. Darüber hinaus wurde Arsilda Hoxha für ihr soziales Engagement mit einem I-Pad vom Förderverein geehrt. „Ohne dich wäre die Integration der albanischen Schüler nicht so gut gelungen“, lobte Wilpert die Schülerin, die selbst erst vor einigen Jahren aus Albanien geflüchtet war.

Für die musikalische Gestaltung sorgte die Schulband mit Karolin Beermann und Janina Harig (Gesang), Jule Demski, Theresa Schulze Balhorn, Jannis Geßmann und Malte Schulenberg (Keyboard), Simon Ritter und Patrick Berani (Bass), Nils Henning (Gitarre) und Marius Beste (Schlagzeug). Die Leitung hatte Kai Brentjes. Am Klavier spielten Jule Demski und Natalie Stepien.

(Quelle: WN vom 24.06.2016)