14 Teams verschiedener Jahrgänge kamen am Freitag mit ihren Konstruktionen in die Sporthalle, um sich dem traditionellen Egg-Race-Wettbewerb zu stellen.

Am Tag vor den Osterferien war es wieder soweit: Unsere Schule veranstaltete ihr "Egg Race". Bereits drei Wochen vorher hatten die Physiklehrer Stefan Schubert und Antonius Burges alle Schüler zum Mitmachen aufgefordert. Einige verzwickte Vorgaben waren - wie jedes Mal - einzuhalten.

Die Aufgabe hieß: "Entwickelt eine Seilbahn oder ein Förderband, damit ein rohes Ei möglichst in einer Minute um einen Meter nach oben transportiert wird. Dann muss das Ei über eine Rutsche heile wieder unten ankommen." Die Teams kamen mit deren Konstruktionen in die Turnhalle und ließen die Eier rollen. In den Proben waren zu Hause bereits einige "Spiegeleier" produziert worden, gaben die doch etwas angespannten Schüler an. In dem praktischen Physikunterricht hieß es jetzt: "Daumen drücken!".

Quelle: WN vom 07.04.2017

 

 

 

 

 

 

Kleine Forscher mit großen Ideen

Schüler experimentieren 2017

Johannes Schenk ist ein Fan des Sendenhorster Recyclinghofes. „Nirgendwo bekommt man solche Dinge günstiger“, sagt der junge Sendenhorster. Und aus „solchen Dingen“ hat er einen Kühlschrank gebaut, dessen Funktionalität er in der Hiltruper Stadthalle mit Begeisterung erklärt. „Minikühlschränke“ sind sehr teuer, hat er erfahren. „Meiner nicht“, sagt er stolz. Nur wenige Teile musste er kaufen, um auf der technischen Grundlage des „Peltier-Effekts“ – der Kontakt von zwei Halbleitern, die ein unterschiedliches Energieniveaubesitzen – einen voll funktionsfähigen Kühlschrank zu konstruieren. „Der ist wunderbar für den Strandurlaub. Der passt sogar in einen Rucksack“, erläutert der Schüler der Realschule St. Martin . Man könne ihn zum Beispiel gut an eine Autobatterie anschließen.

Ein Roboter und Fußball haben es auch Marlon Kintrup, Nico Nordhoff und Matty Lambrecht angetan. Sie wollen beweisen, dass Roboter bessere Torwandschützen sind als die Mitschüler. „Der Roboter trifft immer, weil er sich selbstständig die beste Schussposition sucht“, erklärt Marlon Kintrup. Bei den Menschen – auch sportlichen – sei das nicht so. Das machen die drei Jungen anhand von Versuchsreichen für den Bereich Mathematik/Informatik deutlich, an denen auch Mitschüler mitgewirkt haben – mit mäßigem Erfolg bezogen auf die Treffer.

Und auch Jan Meissner, Malte Lenz und Jan Kraskes haben sich für die Sparte „Arbeitswelt“ an die Entwicklung eines Roboters gemacht. Die Zwölfjährigen hatten sich vorgenommen, die Arbeit des Mensapersonals zu erleichtern. Ihr „Aufräumroboter“ erkennt, wo ein leerer Becher im Weg steht, und räumt ihn weg. Und das an einen vorgegebenen Abstellpunkt. Allerdings dürfte die mäßige Geschwindigkeit den Krabbler davon abhalten, im Mensa-Alltag regelmäßig Dienst zu tun, wie eine interessierte Mutter am Stand bemerkt: „Das könnt ihr aber schneller.“

Das Leben erleichtern wollen auch die beiden Sendenhorster Noah Brünemann und Jakob Grosse. Sie haben einen kleinen computergesteuerten Türen- und Fensteröffner entwickelt, der zum Beispiel das Wühlen nach Schlüsseln erleichtert, wenn jemand mit schweren Einkäufen nach Hause kommt. Der „Noja-Robot“ steuert in ihrem Modellhaus kleine Motoren an, die die Öffnung übernehmen. Vor ungebetenen Besuchern müsse dabei niemand Angst haben, erklärt der 13-jährige Jakob Grosse. „Wir haben einen Code programmiert.“http://www.realmartin.de/typo3/backend.php16

Und dann sind da noch die Geheimnisse des Universums, denen sich die beiden Sendenhorster Marcel Lening und Alessio Perrone gemeinsam mit dem Rinkeroder Jason Magiera gewidmet haben. „Wir wollten wissen, was Schwarze Löcher sind“, sagt Alessio Perrone. Dazu haben sie am PC Modelle und Simulationen entwickelt. Ob das aber „die Wahrheit“ ist, bleibe dahingestellt. Das alles ist nur Theorie. Forscherdenken“, weiß Marcel Lening.

Quelle: WN vom 16.02.2017